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Was ein SEO-Audit prüft, Schritt für Schritt

Ein SEO-Audit ist ein Gesundheitscheck dafür, wie Suchmaschinen eine Website sehen. Was untersucht wird, vom Crawling und der Indexierung über Inhalte und Links bis zur lokalen Suche, und wie das Ergebnis aussieht.

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Wenn eine Website nicht die Besucher bekommt, die sie bekommen sollte, sind die Gründe selten offensichtlich. Vielleicht fehlen Seiten ganz bei Google, vielleicht konkurrieren mehrere Seiten um denselben Suchbegriff, oder die Inhalte beantworten Fragen, die niemand stellt. Ein SEO-Audit schaut sich all das systematisch an und macht daraus eine Liste, was sich ändern sollte, sortiert nach Wirkung.

Das gehört zu dieser Prüfung.

1. Ziele: was die Website erreichen soll

Ein Audit beginnt mit Fragen, nicht mit Tools. Wer soll die Website finden? Mit welchen Suchbegriffen? Welche Seiten sollen Anfragen oder Verkäufe bringen? Eine Tischlerei vor Ort, ein Onlineshop und ein Softwareunternehmen brauchen Unterschiedliches von der Suche, und derselbe Befund kann für den einen dringend und für den anderen unwichtig sein.

Die Antworten stecken den Rahmen für alles Weitere ab.

2. Crawling: kommen Suchmaschinen hinein

Bevor eine Seite ranken kann, muss eine Suchmaschine sie finden und lesen:

  • robots.txt: Erlaubt sie, was gecrawlt werden soll, und sperrt nur, was nicht soll?
  • XML-Sitemap: Gibt es sie, listet sie alle wichtigen Seiten und sonst nichts, und kennen die Suchmaschinen sie?
  • Statuscodes: Liefern Seiten, was sie sollen? Kaputte Links (404), Serverfehler (5xx) und lange Weiterleitungsketten verschwenden Crawl-Aufwand und ärgern Besucher.
  • Interne Links: Ist jede wichtige Seite über Links erreichbar, oder hängen manche Seiten in der Luft?
  • JavaScript: Steht der Inhalt im HTML, oder erscheint er erst, wenn Scripts laufen?

3. Indexierung: was bei Google landet

Gecrawlt heißt nicht indexiert. Das Audit vergleicht, was im Index sein sollte, mit dem, was drin ist:

  • Google Search Console zeigt, welche Seiten indexiert sind und warum andere nicht.
  • noindex-Tags, die dort nicht hingehören, etwa Überbleibsel aus einer Testumgebung.
  • Canonical-Tags: Zeigt jede Seite auf die richtige Hauptversion, damit Duplikate nicht konkurrieren?
  • Doppelte Inhalte: derselbe Text unter mehreren URLs, mit und ohne Schrägstrich am Ende oder mit Tracking-Parametern.
  • Sprachen: Bei mehrsprachigen Websites sagen hreflang-Tags den Suchmaschinen, welche Seite für welche Sprache ist.

4. On-Page: Inhalte und ihre Signale

Danach wird jede wichtige Seite für sich geprüft:

  • Title und Meta-Description: eindeutig, beschreibend, in der richtigen Länge, mit dem Hauptsuchbegriff.
  • Überschriften: eine klare h1, darunter eine logische Struktur.
  • Inhalt: Beantwortet er, wonach Menschen suchen, und zwar gründlich? Gibt es Seiten, die um denselben Begriff konkurrieren (Keyword-Kannibalisierung), oder Themen, die ganz fehlen?
  • Bilder: sprechende Dateinamen, Alternativtexte, sinnvolle Größen.
  • Strukturierte Daten: Schema.org-Markup für Unternehmen, Produkte, Artikel, FAQ und Veranstaltungen, damit Suchmaschinen erweiterte Ergebnisse zeigen können.

5. Performance und Mobil

Suchmaschinen indexieren zuerst die mobile Version einer Website. Das Audit prüft, wie die Website auf dem Handy funktioniert und wie sie bei den Core Web Vitals abschneidet: wie schnell der Hauptinhalt erscheint, wie schnell die Seite reagiert und ob das Layout springt. Langsame Seiten und kaputte mobile Layouts werden mit ihren Ursachen markiert.

6. Off-Page und lokal

Nicht alles passiert auf der Website selbst:

  • Backlinks: Welche anderen Seiten hierher verlinken, wie relevant und vertrauenswürdig sie sind und ob es Spam-Links gibt, die man kennen sollte.
  • Lokale Suche: Bei Unternehmen mit Standort das Google-Unternehmensprofil, Bewertungen und ob Name, Adresse und Telefonnummer in Verzeichnissen überall gleich sind.
  • Mitbewerber: Welche Seiten für die Zielbegriffe ranken und was sie bieten, das dieser Website fehlt.

7. Das Ergebnis: eine priorisierte Liste

Das Audit endet mit einem Bericht, der jeden Befund nach Wirkung und Aufwand sortiert:

  • Kritisch: Dinge, die Seiten aus dem Index halten oder die Website für Besucher kaputt machen.
  • Hoch: klare Gewinne, etwa fehlende Titles, doppelte Seiten oder langsame Schlüsselseiten.
  • Laufend: inhaltliche Lücken und Verbesserungen, die sich mit der Zeit auszahlen.

Jeder Befund sagt, was falsch ist, warum es wichtig ist und was zu tun ist. So ist der Bericht auch allein nutzbar, egal ob die Änderungen intern, von einer Agentur oder gemeinsam umgesetzt werden.

Die Kurzfassung

  • Ziele zuerst: wer die Website finden soll, womit und wozu.
  • Crawling: robots.txt, Sitemap, Statuscodes, interne Links, JavaScript.
  • Indexierung: Search Console, noindex, Canonicals, Duplikate, hreflang.
  • On-Page: Titles, Überschriften, Inhalte, Bilder, strukturierte Daten.
  • Performance und Mobil, Off-Page-Signale und lokale Suche.
  • Ergebnis: eine priorisierte Liste, was sich ändern sollte und warum.

Wenn du ein SEO-Audit deiner Website möchtest, melde dich.