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Ein CMS wählen: worauf es ankommt

WordPress, ein Headless CMS, ein Baukasten oder eine statische Website: Welcher Ansatz passt, hängt davon ab, wer was wie oft bearbeitet. Die Fragen, die zur richtigen Wahl führen.

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Ein Content-Management-System (CMS) ist der Teil einer Website, in dem Inhalte bearbeitet werden: Texte, Bilder, Blogbeiträge, Produkte. Die richtige Wahl macht alltägliche Änderungen für die Menschen, die sie machen, einfach. Die falsche macht jede Änderung zu einem kleinen Projekt.

Das beste CMS gibt es nicht, nur eins, das passt. Diese Fragen führen dorthin.

1. Bearbeiten: wer ändert was, und wie oft

Die wichtigste Frage ist keine technische:

  • Wer bearbeitet? Eine Person, ein Marketingteam, mehrere Abteilungen, externe Autoren?
  • Was wird bearbeitet? Texte auf bestehenden Seiten, neue Blogbeiträge, ganz neue Seiten mit eigenem Layout, Produkte und Preise?
  • Wie oft? Tägliche News, ein Beitrag pro Woche, ein paar Änderungen im Jahr?

Eine Website, die sich ein paar Mal im Jahr ändert, braucht etwas ganz anderes als ein Magazin mit fünf Autoren. Wer diese Fragen zuerst beantwortet, grenzt die Auswahl schnell ein.

2. Ansätze: die wichtigsten Familien

  • Klassisches CMS (WordPress und ähnliche): Inhalte, Design und Website stecken in einem System. Ein sehr großes Angebot an Themes und Plugins, und viele kennen die Bedienung schon. Es läuft auf einem Server mit Datenbank und braucht deshalb regelmäßige Updates und Pflege.
  • Headless CMS: eine Bearbeitungsoberfläche nur für Inhalte; die Website selbst wird getrennt gebaut und holt sich die Inhalte. Sehr flexibel, gut für mehrere Kanäle (Website, App, Newsletter) und mehrere Sprachen. Redakteure bekommen eine aufgeräumte Oberfläche, das Layout bleibt einheitlich, weil es im Code festgelegt ist.
  • Baukästen: gehostete Komplettdienste. Bearbeitung und Gestaltung passieren visuell im Browser, Hosting und Updates übernimmt der Anbieter. Bequem für einfache Websites; Grenzen zeigen sich bei besonderen Anforderungen und beim Umzug.
  • Statische Websites mit Markdown: Inhalte liegen als Textdateien neben dem Code, und die Website wird zu einfachem HTML gebaut. Sehr schnell und mit wenig Wartung, ideal, wenn sich Inhalte selten ändern oder die Redakteure mit Textdateien gut zurechtkommen. Diese Website funktioniert so.

3. Kriterien: was man vergleicht

Neben der Frage nach dem Bearbeiten zählen diese Punkte:

  • Bedienung: eine Vorschau, die zeigt, wie eine Seite aussehen wird, klare Felder statt einer leeren Seite, Rollen und Freigaben für größere Teams.
  • Sprachen: bei mehrsprachigen Websites, wie Übersetzungen verknüpft und synchron gehalten werden.
  • Struktur: ob sich Inhalte als Typen anlegen lassen (Teammitglied, Veranstaltung, Produkt) statt als freie Seiten.
  • Wartung: was aktualisiert werden muss, wie oft und von wem.
  • Performance: wie schnell die fertigen Seiten sind und wie viel Arbeit das braucht.
  • Datenhoheit: ob sich Inhalte sauber exportieren lassen, falls das System einmal wechselt.
  • Anbindungen: Shop, Newsletter, Buchungssystem, CRM.

4. Plugins: Stärke und Verantwortung

Plugin-Ökosysteme sind eine große Stärke klassischer CMS: Fast jede Funktion gibt es als Erweiterung. Jedes Plugin bringt aber auch Code mit, der aktuell gehalten werden muss und von einem anderen Hersteller stammt. Eine gute Regel ist, die Liste kurz zu halten: nur Plugins, die aktiv gepflegt werden, von Herstellern mit gutem Ruf und nur für Funktionen, die wirklich genutzt werden.

5. Einweisung: Redakteure sicher machen

Das beste CMS ist das, das Menschen auch benutzen. Eine kurze Übergabe mit den echten Inhalten, ein paar schriftliche Notizen zu den häufigsten Aufgaben und sinnvolle Grenzen (feste Layouts statt endloser Optionen) machen Redakteure sicher. Inhalte bleiben einheitlich, und das Design bleibt intakt.

6. Entscheidung: das System zur Website passend wählen

Eine grobe Orientierung:

  • Wenige Änderungen, hohes Tempo, wenig Pflege: eine statische Website.
  • Regelmäßige Beiträge, ein, zwei Redakteure, viele fertige Funktionen: ein klassisches CMS, sorgfältig gepflegt.
  • Mehrere Kanäle oder Sprachen, größere Teams, eigenes Design: ein Headless CMS.
  • Einfache Website, Redakteure wollen volle visuelle Kontrolle, Hosting soll erledigt sein: ein Baukasten.

Die Kurzfassung

  • Bei den Menschen anfangen: wer was wie oft bearbeitet.
  • Vier Familien: klassisches CMS, Headless CMS, Baukasten, statische Website.
  • Vergleichen: Bedienung, Sprachen, Struktur, Wartung, Performance, Datenhoheit, Anbindungen.
  • Plugins: wenige, aktiv gepflegt, wirklich genutzt.
  • Einweisung macht Redakteure sicher und hält das Design intakt.

Wenn du unsicher bist, welches System zu deiner Website passt, melde dich.