Landingpages: was Above the Fold gehört
Der erste Bildschirm einer Landingpage entscheidet, ob Menschen weiterlesen. Was dorthin gehört, wie ein klarer Call to Action Besucher führt und wofür der Rest der Seite da ist.
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Eine Landingpage hat eine Aufgabe. Jemand kommt über eine Anzeige, einen Newsletter, ein Suchergebnis oder einen Social-Media-Post, und die Seite soll zu einer Handlung führen: ein Gespräch buchen, ein Angebot anfragen, kaufen, sich anmelden. Alles auf der Seite hilft dabei oder steht im Weg.
Am wichtigsten ist, was Menschen sehen, bevor sie scrollen: der Bereich „Above the Fold“ (über dem Falz), ein Begriff aus der Zeitung, bei der die obere Hälfte der Titelseite am Kiosk verkaufen musste.
1. Der Fold: was er auf Bildschirmen bedeutet
Im Web ist der Fold die Unterkante des ersten Bildschirms. Er ist keine feste Linie: Ein Handy, ein Laptop und ein großer Monitor zeigen unterschiedlich viel. Deshalb wird der erste Bildschirm für den kleinsten üblichen Fall gestaltet, meist ein Handy, und auf größeren geprüft.
Menschen scrollen durchaus. Aber in den ersten Sekunden entscheiden sie, ob sich das Scrollen lohnt, und diese Entscheidung fällt anhand dessen, was Above the Fold steht.
2. Überschrift: sagen, was es ist
Die Überschrift beantwortet die erste Frage jedes Besuchers: Bin ich hier richtig? Sie nennt, was angeboten wird und für wen, in den Worten, die der Besucher selbst benutzen würde.
- Konkret schlägt clever. „Websites für Physiotherapiepraxen“ sagt mehr als „Deine digitale Präsenz, neu gedacht“.
- Sie passt zur Quelle. Hat die Anzeige ein kostenloses Erstgespräch versprochen, nennt die Überschrift das kostenlose Erstgespräch. Ein Bruch fühlt sich an wie falsch abgebogen.
- Eine Zeile darunter ergänzt das wichtigste Detail: den Hauptnutzen, die Region, den Preisrahmen.
3. Call to Action: ein klarer nächster Schritt
Der Call to Action ist der Button, der zum Ziel führt. Above the Fold sollte es einen geben, und er sollte leicht zu finden sein:
- Eine Haupthandlung. Mehrere gleich starke Buttons lassen Menschen zögern. Nebenoptionen dürfen sein, aber leiser.
- Der Text sagt, was passiert: „Kostenloses Gespräch buchen“ statt „Absenden“, „Preise ansehen“ statt „Mehr erfahren“.
- Er hebt sich ab durch Kontrast und Raum, nicht nur durch Größe.
- Er liegt in Daumennähe auf dem Handy und taucht weiter unten wieder auf, für alle, die erst alles lesen.
4. Bild: zeigen statt dekorieren
Bild oder Video Above the Fold sollten das Angebot zeigen: das Produkt, das Ergebnis, die Menschen hinter einer Dienstleistung. Ein beliebiges Stockfoto nimmt Platz weg, ohne etwas zu erzählen. Auf dem Handy sollte das Bild Überschrift und Button nie vom ersten Bildschirm schieben.
5. Vertrauen: kleine Signale, früh
Eine kurze Vertrauenszeile nahe am Call to Action hilft beim Schritt: eine Zahl zufriedener Kunden, ein bekanntes Kundenlogo, wo erlaubt, eine Bewertung, eine Garantie, „unverbindlich“. Sie sollte den ersten Bildschirm nicht überladen, aber ein einzelnes Signal dort macht die Handlung sicherer.
6. Below the Fold: Zweifel beantworten
Alles unter dem ersten Bildschirm ist für die, die noch nicht überzeugt sind. Es beantwortet ihre Fragen in der Reihenfolge, in der sie aufkommen:
- Nutzen und Details: was genau sie bekommen, wie es funktioniert.
- Belege: Referenzen, Fallbeispiele, Stimmen von Kunden.
- Einwände: Preis, Zeit, Aufwand, Risiko, offen beantwortet, oft in einer kurzen FAQ.
- Der Call to Action noch einmal, nach jedem Block, der jemanden überzeugt haben könnte.
7. Fokus: was eine Landingpage weglässt
Eine Landingpage hat meist kein volles Navigationsmenü, keine Links zum Blog, keine Seitenleiste. Jeder Ausgang, der nicht zum Ziel führt, lenkt ab. Das ist der Unterschied zu einer normalen Seite einer Website: Sie ist für eine Absicht gebaut, nicht zum Stöbern.
Tests helfen beim Feinschliff: zwei Überschriften, zwei Button-Texte, ein anderes erstes Bild. Kleine Änderungen am ersten Bildschirm können sichtbar verändern, wie viele Menschen den Schritt machen.
Die Kurzfassung
- Above the Fold ist der erste Bildschirm, zuerst fürs Handy gestaltet.
- Überschrift: was es ist und für wen, passend zur Herkunft der Besucher.
- Ein Call to Action mit einem Text, der sagt, was passiert.
- Ein Bild, das das Angebot zeigt, und ein Vertrauenssignal nah am Button.
- Below the Fold werden Zweifel der Reihe nach beantwortet, der Call to Action wiederholt sich.
- Keine Ablenkung: Eine Landingpage hat ein Ziel.
Wenn du eine Landingpage brauchst, die zu einem klaren Ziel führt, melde dich.
